Das Neueste

21. April 2012

Die Konferenz des BMWi in Alba Iulia zur 10jährigen Partnerschaft war erfolgreich, wie die Partnerschaft überhaupt: http://t.co/q1T2lXXL

21. März 2012

Der PSB-Vertrag ist unterzeichnet. Die ManCom ist ab 30.3.12 wieder Partnerschaftsbeauftragte des Landes Brandenburg für die Region Centru.

In aller Kürze

04.05.2012

Zentral-Rumänien gilt als Vorzeigeregion

Partnerschaft mit Brandenburg besteht seit zehn Jahren - ein GTaI-Artikel. Mehr ...

12.01.2012

Wirtschaftstrend Rumänien

Die Germany Trade and Invest veröffentlichte den Wirtschaftstrend für Rumänien (Jahreswechsel 2011/12). Der Bericht ist im Downloadbereich vorhanden.

02.11.2010

Informationsflyer: Land Brandenburg - Region Centru

Mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Land Brandenburg hat die Partnerschaftsbeauftragte zwei Flyer erstellt. Gedruckte Exemplare können Sie bei der ManCom anfordern (Kontakformular), Netzversionen gibt es im Downloadbereich.

Wie man nachhaltigen Tourismus in den Regionen fördert Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. Birgit Schliewenz   

Konkrete Zusammenarbeit der Regionen im Rahmen des “Peer REviews for Sustainable Eco-Regions Via Europe” (PRESERVE)

Vom 17. bis 19. März 2010 trafen in der Region Alba (RO) rund 200 Vertreter, um über regionalen Tourismus und dessen Rolle im Zusammenhang mit Europas wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung zu diskutieren. Der Tourismus macht einen wesentlichen Teil regionaler Wirtschaft in Europa aus: er steht für 4% des BIP der EU und 12% der europäischen Arbeitskräfte und zählt 2 Millionen Unternehmen. Im Zuge der Rezession verändern sich Reisegewohnheiten und Tourismusstrategien und müssen an das neue Umfeld angepasst werden.

In diesem Zusammenhang sei es besonders wichtig, dass der Tourismus nachhaltig bleibt. Daher habe die Versammlung der Regionen Europas (VRE) im Rahmen von Interreg IVC zusammen mit 13 Partnerregionen das Projekt “Peer REviews for Sustainable Eco-Regions Via Europe”, kurz PRESERVE, ins Leben gerufen. Im Rahmen  des Projekts entwickeln regionale politische Entscheidungsträger Aktionspläne zur Anwendung von Empfehlungen und zur Verbesserung ihrer Kulturerbe- und Landschaftspolitik. Dabei kommen gemeinsame Bewertungsinstrumente, der Austausch guter Verfahren und Audits durch andere regionale Experten (Peer Reviews) zum Einsatz.
Hintergrund: PRESERVE ist Teil von Interreg IVC. Unter Leitung der VRE haben sich 13 Partnerregionen aus 11 Ländern zusammengeschlossen, die seit mehr als 3 Jahren zusammenarbeiten, um die Effektivität regionaler Entwicklungspolitik zu verbessern. Der  Schwerpunkt liegt dabei auf Kulturerbe- und Landschaftspolitik als Schlüsselfaktoren wirtschaftlicher Entwicklung.
Partner: VRE (Projektleitung), Abruzzo (I), Alba (RO), Alytus (LT), Avila (E), Banska Bystrica (SK), Kärnten (A), Észak-Alföld (H), Fyn (DK), Jönköping (S), Örebro (S), Strerea Ellada (GR), Steiermark (A), Toskana (I).
(Quelle und weitere Informationen: http://www.aer.eu/de/presse/2010/2010031702.html)

 

Im Kreis Alba wurde dieser Anlass auch genutzt, um das wachsende Potential des Tourismus im Kreis Alba und in der Region Centru fachkundigen Vertretern aus 11 Ländern vorzustellen. Bedürfnisse und Potentiale von Regionen spielten dann auch nicht nur in der Konferenz, sondern auch in einer öffentlichen Debatte mit den Bürgern des Kreises Alba eine Rolle.  Alle Teilnehmer der Veranstaltungen würden Ideen und Werkzeuge mit nach Hause nehmen, um ihren Tourismus zum Wohle der Bürger noch nachhaltiger zu gestalten, erklärte Ion Dumitrel, Präsident der Region Alba, zu Beginn der Veranstaltung.
Das zeigt sich unter anderem auch in den Diskussionsbeiträgen, die zu den neuen Herausforderungen an die europäische Tourismusindustrie gehalten und diskutiert wurden. So wurde davor gewarnt, dass Europa nicht weiter hinter den globalen Trends zurückbleiben dürfe. Nur einige Anbieter würden sich schon auf die neuen Trends einlassen. Innovationen seien erforderlich, Trainings und Wissensanpassung müßten  Schwerpunkte eines aktualisierten Bildungs- und Ausbildungssystem werden. Den Fragen der Arbeitsbedingungen und beruflicher Chancen sei mehr Aufmerksamkeit zu schenken. In der Tourismusindustrie finde man noch zuwenig Kooperationsbereitschaft. Es wurden detaillierte Übersichten über die herrschenden Trends bzw. Szenarien vorgestellt und entsprechende Schlußfolgerungen für die europäische Tourismusindustrie gezogen.
Um einige davon zu nennen:

  • mehr strategische Planung
  • mehr Wissen über Fragen von Gesundheit, Umwelt und Klima
  • mehr internationales Networking
  • inter- und multikulturelles Wissen und Management
  • stärkere Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien beim Branding und in der Werbung
  • stärkere Nutzung des Internets
  • höhere Flexibilität der Anbieter und im Service

Andere Schlußfolgerungen sind nicht neu, sind aber offenbar stets aktuell wie mehr Gewicht auf die strategische Planung zu lenken und dabei Alleinstellungsmerkmale finden, Zielgruppen und Nischen definieren, spezielisierten Service und Erfahrungen anbieten… Eine weitere Forderung war nach Kooperationen zwischen unterschiedlichen Ebenen wie Destinationsentwicklung und Innovation – Networking und Clustering; Wissensaktualisierung und Training – sozialer Dialog sowie aktualisierte Ausbildung im Sinne der Kooperation zwischen Industrie und Bildung.
Alba Iulia hatte sich als würdiger Gastgeber erwiesen: Tagungsort war ein Teil der neu sanierten Vauban-Festung und Exkursionsziel ein sehr bekanntes überregionales Wintersportgebiet im Kreis Alba.

(Geschrieben April 2010.)

 


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