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Am 09. Juni 2009 veranstaltete die IHK-Potsdam einen „Länderabend Rumänien“. Zu Gast war unter anderem der rumänische Botschafter in Berlin, S.E. Lazar Comanescu. Wir zitieren mit freundlicher Genehmigung der IHK Potsdam aus seiner Rede:
"Ich möchte meiner Genugtuung Ausdruck verleihen, dass sich die bisherigen sehr guten Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien nach unserem EU-Beitritt im Jahre 2007 noch stärker entwickelt haben.
Natürlich muss das gesamte Weltwirtschaftsleben, einschließlich in Rumänien, jetzt die Wirtschaftskrise überwinden. ...Die schnelle und erfolgreiche Verwendung der Strukturfonds für Rumänien hat jetzt eine besondere Wertstellung. Wir müssen diese Gelegenheit, die uns von der EU zur Verfügung gestellt wurde, vollständig ausnützen und den potenziellen Empfängern von EU Mitteln den Weg zu diesen Entwicklungsprogrammen erleichtern. Der Mittelstand braucht Unterstützung. Die Leistungsfähigkeit dieser Unternehmen, das Wachstum der Produktivität, die Innovation, der Abgleich zu dem EU-Binnenmarkt sind verpflichtende Bedingungen die Rumänien erfüllen muss, damit sie Teil der Zukunft des erweiterten Europa ist. Wir berücksichtigen die Ausgleiche der Staatsschulden an Firmen, die Lösung der Bargeldverfügbarkeitsprobleme, die Verringerung der Steuern und der Tarife. Im Jahre 2008 hat der Außenhandel fast 90 Milliarden EUR erreicht. Trotz der Wirtschaftskrise wurde ein Wachstum von 12% im Vergleich zu 2007 erreicht. Ungefähr 70,4% des rumänischen Exportes ist für die EU Länder bestimmt und 69.1 % der Importwaren stammen ebenfalls aus diesen Ländern. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat auch zu einem Wachstum der Außeninvestitionen geführt und im Jahre 2008 wurden ca. 9,1 Milliarden EUR erreicht. Deutschland ist der erste Wirtschafts- und Handelspartner von Rumänien. Die rumänisch-deutschen Handelsbeziehungen haben immer ein ständiges Wachstum erfahren. In 2008 haben die bilateralen Handelsbeziehungen ein Volumen von über 14,7 Milliarden Euro erreicht, davon 5,5 Milliarden Euro bei der rumänischen Ausfuhr. Im Rahmen der gesamten Handelsbeziehungen Rumäniens verfügt Deutschland über einen Anteil von 16,3 %. Die Gesamtanzahl der rumänischen Gesellschaften mit deutschem Kapital ist zur Zeit 16.825 (2. Platz, nach Italien), mit einem Gesamtwert des eingeschriebenen Sozialkapitals in Wert von 3,15 Milliarden Euro (2. Platz nach Niederlande), das bedeutet 13,8% aus dem gesamten ausländischen Kapital der in Rumänien investiert wurde. Die wirtschaftliche Dimension der EU-Mitgliedschaft von Rumänien ist für uns ein wesentliches Modernisierungsinstrument. Wir haben ein Hauptinteresse an der effizienten Einsetzung der Strukturfonds. Hier kann uns Deutschland, durch ihre Erfahrung mit dem Aufbau der neuen Bundesländer, viel Hilfe leisten und ich würde mich freuen, wenn sich unsere Zusammenarbeit in dieser Hinsicht verstärken würde. Bedeutend ist auch ein weiterer Zusammenarbeitsfeld, und zwar die Entwicklung der rumänischen Infrastruktur, die über ein sehr großes Potenzial verfügt. Rumänien ist bemüht alternative Energiequellen und Transportrouten zu finden. Genau wie Sie haben wir auch Kohle, verfügen über Erdöl und Gas, hauptsächlich aber grüne Energiequellen wie Flüsse, Sonnen- und Windkraft, die noch nicht gänzlich ausgenutzt werden. Auch hier gibt es mit Deutschland ein erhebliches Zusammenarbeitspotenzial. Ich glaube, dass bei einem so großen Land wie Deutschland viel mehr Potential existiert. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich hoffe Ihnen veranschaulicht zu haben, dass Rumänien ein europäischer Markt mit Potenzial ist. ... Ich kann Ihnen versichern, dass wir hoch motiviert sind, weiterhin die hervorragenden Beziehungen zu Deutschland auszubauen. ..."
(Auszüge aus der Rede S.E. vom 09. Juni 2009.) |