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| Demografischer Wandel in der Region Centru |
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| Geschrieben von: Wolf Beyer |
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Der demografische Wandel vollzieht sich in Rumänien ähnlich wie in den anderen europäischen Ländern. Er hat besonders viele Gemeinsamkeiten mit den ostdeutschen Bundesländern, vor allem was den dramatischen Geburtenrückgang nach 1990 und die Abwanderung vor allem auch gut qualifizierter junger Menschen betrifft. Wanderungsziele der Rumänen waren und sind dabei vor allem Deutschland, Spanien und Italien. Die demografischen Folgen sind auch in Rumänien Schrumpfungsprozesse und eine deutliche Alterung der Bevölkerung mit weit reichenden Konsequenzen für alle Politikbereiche. Umso erstaunlicher war für mich bei meinem ersten Einsatz in der Agentur für Regionalentwicklung der Region Centru in Alba Iulia im Rahmen eines Twinningprojektes der EU im Jahre 2002, dass der demografischen Entwicklung relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Bevölkerungsprognosen für die 6 Kreise der Region waren nicht bekannt. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass es zumindest für ganz Rumänien eine Prognose für den Zeitraum bis 2025 geben würde. Wie sich später heraus stellte, gab es diese Prognose auch für alle Kreise Rumäniens. Es lag deshalb auf der Hand, diese Datenbasis für die Region auszuwerten. Mein Vorschlag für ein entsprechendes Projekt fiel auf fruchtbaren Boden. Unter meiner Anleitung entstand eine Studie, die auf der Basis der demografischen Analyse (Volkszählungen 1992 und 2002) von 1992 bis 2002 die Ergebnisse der Prognose des Nationalen Amtes für Statistik bis 2025 für die Region und seine 6 Kreise ausführlich dokumentierte.
Demografische Analyse von 1992 bis 2002 für die Region Centru
Die Analyse der Bevölkerungsentwicklung von 1990 bis zum Jahre 2002 zeigt, dass die Bevölkerungsverluste der Region Centru mit über 320.000 Personen (das entspricht 11,3 %) beachtlich waren und prozentual fast das Doppelte des rumänischen Durchschnittes ausmachten. Auch zwischen den Kreisen gab es erhebliche Unterschiede. Insbesondere die beiden Kreise mit großen Städten innerhalb ihres Territoriums (Brasov und Sibiu) hatten überdurchschnittliche Rückgänge von mehr als 15 % zu verzeichnen, was vor allem mit der Abwanderung der deutschstämmigen Bevölkerung erklärt werden kann. Deutlich geringer waren die Abnahmen in den eher ländlich geprägten Kreisen Covasna und Mures.
Die Bevölkerungsprognose bis 2025 für die Region Centru
Die mittlere Variante der Prognose des Nationalen Institutes für Statistik weist von 2003 bis 2025 einen Rückgang um 240.000 Personen für die Region aus. Das ist mehr als der Kreis Covasna gegenwärtig an Einwohnern besitzt. Der Rückgang entspricht 9,4 % und liegt damit unter dem rumänischen Durchschnitt von 11,5 %. Die größte Abnahme wird mit 16,1 % im Kreise Alba erwartet, die geringste in den beiden Kreisen Brasov (7,5%) und Sibiu (7,0%).
Schlussfolgerungen Nach der vorliegenden Bevölkerungsprognose des Nationalen Institutes für Statistik wird die Bevölkerungszahl der Region Centru bis zum Jahre 2025 um fast eine Viertel Million abnehmen. Von diesem Schrumpfungsprozess sind alle Kreise betroffen, am stärksten der Kreis Alba Iulia. Gleichzeitig damit setzt sich der gegenwärtige Alterungsprozess der Bevölkerung weiter fort, das heißt, die jüngeren Altersgruppen nehmen ab, die älteren dagegen zu. (geschrieben im März 2009) |






