Das Neueste

21. April 2012

Die Konferenz des BMWi in Alba Iulia zur 10jährigen Partnerschaft war erfolgreich, wie die Partnerschaft überhaupt: http://t.co/q1T2lXXL

21. März 2012

Der PSB-Vertrag ist unterzeichnet. Die ManCom ist ab 30.3.12 wieder Partnerschaftsbeauftragte des Landes Brandenburg für die Region Centru.

In aller Kürze

04.05.2012

Zentral-Rumänien gilt als Vorzeigeregion

Partnerschaft mit Brandenburg besteht seit zehn Jahren - ein GTaI-Artikel. Mehr ...

12.01.2012

Wirtschaftstrend Rumänien

Die Germany Trade and Invest veröffentlichte den Wirtschaftstrend für Rumänien (Jahreswechsel 2011/12). Der Bericht ist im Downloadbereich vorhanden.

02.11.2010

Informationsflyer: Land Brandenburg - Region Centru

Mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Land Brandenburg hat die Partnerschaftsbeauftragte zwei Flyer erstellt. Gedruckte Exemplare können Sie bei der ManCom anfordern (Kontakformular), Netzversionen gibt es im Downloadbereich.

Stärkung der institutionellen Fähigkeiten in der Region Centru Drucken E-Mail
Geschrieben von: Heike Nier   

Rumänische Studiendelegationen zu Gast im Land Brandenburg
Das Berufsförderungswerk e.V. nimmt als internationaler Partner an dem trilateralem Projekt „Stärkung der institutionellen Fähigkeiten in der Region Centru“ teil. Das Projekt, das über zwei Jahre läuft, hat zum Ziel, die Netzwerkarbeit auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung sowie der Fachkräftesicherung in der Region Centru weiter zu entwickeln.

„Bine at venit“ – so wurden im Mai im Rahmen des Projektes zwei Studiengruppen aus Rumänien im Land Brandenburg begrüsst. Die Delegationen waren Gäste des Berufsförderungswerks e.V. des Bauindustrieverbandes Berlin – Brandenburg e.V.

An der Eröffnungskonferenz des Projekts, die im November 2009 in Alba Iulia stattfand, nahmen neben den rumänischen Mitarbeitern auch die Académie Grenoble (Frankreich) und das Berufsförderungswerk e.V. teil. Die Mitarbeiter des BFW e.V. stellten auf der Konferenz ihre Einrichtung vor und gaben bereits einen kurzen Überblick über das umfangreiche System der Aus- und Weiterbildung in Deutschland, speziell im Land Brandenburg. So hatten die Delegationsteilnehmer, zu denen Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, Mitarbeiter von Arbeitsverwaltungen, Schulinspektoren und Universitätsmitarbeiter gehörten, hohe Erwartungen an den Besuch in Deutschland.

Ein intensives Arbeitsprogramm und ein umfangreiches Rahmenprogramm erwartete die beiden Gruppen.

Im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten wurden die Studiengruppen herzlich empfangen und erhielten einen ersten Überblick über die aktuelle politische und ökonomische Lage im Land Brandenburg. Vertreter der Landesagentur für Strukturentwicklung und Arbeit zeigten den sich anbahnenden Fachkräftemangel auf und sprachen über Unternehmensansiedlungen. Im historischen Gebäude des Bauindustrieverbandes (hier wohnte während der Potsdamer Konferenz im Juli / August 1945 die Delegation der Sowjetunion) standen der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Berlin – Brandenburg e.V. Herr Wunschel und der Regionalleiter der IG Bau – Agrar –Umwelt Berlin – Brandenburg Herr Knerler als Gesprächspartner zur Verfügung. Sie erläuterten die Zusammenarbeit der Tarifpartner insbesondere auf dem Gebiet der Berufsausbildung. Ein weiteres wichtiges und interessantes Thema war für die Teilnehmer das System der Dualen Berufsausbildung in Deutschland, die in dieser Form in Rumänien nicht bekannt ist. Nach einer Einleitung durch den Geschäftsführer des BFW e.V. konnten die Gruppen sich mit den praktischen und theoretischen Inhalten der Ausbildung in den Überbetrieblichen Ausbildungszentren Frankfurt (Oder) und Brandenburg (Havel) des BFW e.V. sowie im Oberstufenzentrum Palmnicken (Fürstenwalde) und im Oberstufenzentrum I Technik Potsdam vertraut machen.

Gut funktionierende Netzwerkarbeit zwischen den Institutionen, Verwaltungen und Einrichtungen, die sich mit der Fachkräftesicherung und Aus- und Weiterbildung beschäftigen stand auf der Gesprächsrunde mit Partnern des Ambulanten Netzwerks Sozialer Dienste Potsdam – Mittelmark auf dem Programm. Herr Kai – Uwe Schwinzert, in der Mittelmärkischen Arbeitsgemeinschaft zur Integration in Arbeit (MAIA) verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Maßnahmeplanung, zeigte die verschiedenen arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf, die zur Eingliederung Langzeitarbeitsloser zur Verfügung stehen. Frau Dr. Marie – Luise Vetter, Geschäftsführerin des Arbeits- und Ausbildungsförderungsvereins Potsdam – Mittelmark berichtete, wie in Zusammenarbeit mit der MAIA die vielfältigsten Projekte umgesetzt werden. Über die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen im Rahmen des Netzwerks berichteten Herr Leisegang, der das Projekt „Münchhausen“ betreut und Herr Ernst von der Ausbildungsstätte Werder (Havel).

Die Besuche in den Agenturen für Arbeit in Frankfurt (Oder) und Potsdam machten deutlich, welche wichtigen Aufgaben die Arbeitsverwaltungen bei der Fachkräftesicherung wahrzunehmen haben.

Großes Interesse fand bei den Teilnehmern die seit einigen Jahren in Brandenburg bestehende Berufsorientierung, die bereits in der 7./8. Klasse beginnt und den jungen Menschen Einblicke in die Berufswelt eröffnen soll. Um hier ein gutes Funktionieren zu gewährleisten, ist ein gutes Zusammenspiel aller am Prozess Beteiligten (z.B. Arbeitsverwaltungen, Schulämter, Schulen, Firmen, Bildungsträger usw.) notwendig. So spielte diese Thematik in fast allen Gesprächsrunden und Besuchen von Bildungseinrichtungen eine wichtige Rolle.

Informieren konnten sich die Delegationsmitglieder des Weiteren über die gymnasiale Ausbildung, die Ausbildung von Berufsschullehrern an der Technischen Universität Berlin und über die schulische Berufsausbildung.

Die Studiengruppen waren an allen Themen sehr interessiert und zeigten sich beeindruckt von den vielfältigen Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung in Deutschland und waren überrascht von der grosszügigen sozialen Absicherung in Deutschland. Neben den Gesprächsrunden und Besuchen der einzelnen Einrichtungen wollten die Teilnehmer auch die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten unserer Region kennen lernen. So besuchten sie die Landeshauptstadt Potsdam und die Hauptstadt Berlin, besichtigten das Kloster Lehnin und machten einen kurzen Abstecher auf den Erlebnishof Klaistow. Sportliche Aktivitäten kamen ebenfalls nicht zu kurz: die Teilnehmer der ersten Studiengruppe wurden vom Olympiasieger 2004 Manfred Kurzer empfangen und beide Gruppen veranstalteten einen Bowlingabend. Besonders beeindruckt waren die Delegationen, dass die Partnerschaftsbeauftragte des Landes Brandenburg in der Region Centru an mehreren Veranstaltungen teilnahm.

Im zweiten Jahr des laufenden Projekts werden die Teilnehmer ihre Erfahrungen der Studienbesuche in Deutschland und Frankreich (Oktober 2010) in die Erarbeitung von Portfolios zur Erreichung der Zielstellung einbringen und die Ergebnisse auf der Abschlusskonferenz im Herbst 2011 vorstellen.

(geschrieben Juni 2010)

 


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